Dass wir alle träumen, ist eine Tatsache, doch warum wir dies tun und welchen Einfluss das Träumen auf unser Leben hat, ist bis heute weitestgehend ungeklärt. Die
Traumforschung befasst sich genau hiermit und betrachtet die wissenschaftliche Seite des Träumens. Als wichtiger Bereich der Forschung konnten bisher unbekannte Dinge entschlüsselt werden.
Mit was beschäftigt sich die Traumforschung?
Forschung kommt in allen möglichen Bereichen vor, die wir uns nur vorstellen können. So auch bezüglich des Träumens. Die Wissenschaft lebt von Studien, die neue Erkenntnisse liefern, und zwar besonders über die Funktionen des menschlichen Körpers. Bis heute ist Wissenschaftlern noch nicht ganz klar, warum wir träumen. Dass es mit dem
Unterbewusstsein zusammenhängt, wurde jedoch bestätigt.
Während es verschiedene Ansichten gibt, die von der Wissenschaft jedoch nicht anerkannt werden und unter dem Begriff "Esoterik" abgestempelt werden, wird bisher vermutet, dass beim Träumen Dinge verarbeitet werden, die wir tagsüber erlebt haben und im Unterbewusstsein als Filter gespeichert wurden. Auch Ängste und Sorgen können sich breitmachen, jedoch stets in Bezug auf das Vorausgegangene.
Wissenschaftliche Forschungen beschäftigen sich mit Dingen, die nachweisbar und greifbar sind. Das Prinzip, dass Körper, Geist und Seele im Einklang stehen und Energien in einem gleichmässigen Fluss für gute Funktionalität stehen müssen, schliesst die Wissenschaft bislang aus. Das Unterbewusstsein ist auch keine greifbare Instanz. Es wurde jedoch nachgewiesen, dass es Hirnareale gibt, die bewusst gesteuert werden können und andere, die wir nicht beeinflussen können.
Themen, die von Traumforschern untersucht werden
Um ein bisschen deutlicher zu werden, welche Bereiche die Forschung umfasst, lohnt es sich, die einzelnen Themen beziehungsweise Fragen genauer anzuschauen, die sich die Forscher stellen. Grundsätzlich wird betrachtet, was im Gehirn passiert, wenn wir träumen. Dazu gehören die Aktivitäten sowie deren Lokalisierung.
Vor allem interessant ist es, den Sinn eines Traums zu studieren und herauszufinden, welche Themen im Traum vorkommen, die uns im Alltag beschäftigen und welche nicht. Dies könnte uns einen Anhalt geben, woher das Träumen überhaupt kommt und wie es entsteht. Natürlich werden auch Alter und Geschlecht in Zusammenhang gebracht.
Fragen wie "warum vergessen wir Träume? Dient das Träumen als Schutzmechanismus? Können wir aus Träumen lernen?" möchten als Ergebnis der Forschung beantwortet werden können. Es ist anzumerken, dass die Evolution noch lange nicht abgeschlossen ist und wir Menschen uns stets weiterentwickeln. So verhält es sich auch mit der Forschung. Mit jeder neuen Studie werden Daten erhoben, die Neuigkeiten aufweisen oder auch bisher für richtig gehaltene Fakten widerlegen können. Die
Traumforschung ist in einem stetigen Wandel, sodass man immer bereit für Neues sein sollte.
Die Methoden in der Traumforschung
Es gibt verschiedene Methoden, die die Forschung nutzt, um neue Daten zu erheben. Im Prinzip geht es immer darum, eine möglichst grosse Gruppe an Menschen zu finden, die bereit ist, an der Studie teilzunehmen. Je grösser die Anzahl an Probanden, desto aussagekräftiger ist das Ergebnis. Begonnen werden kann jede Studie mit einer Umfrage, um grundlegende Informationen zu erhalten und die Studienteilnehmer besser in einzelne Untergruppen, zum Beispiel nach Geschlecht, Alter, Beschäftigung usw. einzuordnen.
Vor allem aber werden die Studienteilnehmer über einen bestimmten Zeitraum begleitet. In dieser Zeit wird das Schlafverhalten eventuell sogar im
Schlaflabor beobachtet. Aber auch Aktionen, die tagsüber unternommen wurden und Probleme, die im Leben der Probanden auftraten, werden berücksichtigt und festgehalten.
Wird eine Studie im Schlaflabor durchgeführt, so bedeutet das für den Freiwilligen nicht mehr, als dass er in einem Labor nachts schlafen soll. Elektroden zeigen dabei die Hirnaktivitäten an und der Proband wird gefilmt. Dabei werden Bewegungen, Geräusche und anderweitige Reaktionen aufgezeichnet.
Der Vorteil am Beobachten im Schlaflabor ist, dass hier Tatsachen festgehalten werden können. Diese sind viel aussagekräftiger als Daten, die nur mündlich weitergegeben werden. Zudem haben Forscher die Möglichkeit, den Probanden in einem bestimmten Moment aufzuwecken, um zu erfahren, wie dieser sich fühlt oder was er geträumt hat. Natürlich werden in einigen Laboren auch Versuche an Tieren durchgeführt, wobei diese heutzutage als kritisch angesehen werden.
Kann die Forschung Träume entschlüsseln?
Wie Sie sehen, ist die Forschung in verschiedenen Bereichen eine wichtige Angelegenheit und bietet uns die Möglichkeit, Prozesse besser zu verstehen, Hintergründe zu erkennen und Fortschritte zu ermöglichen. Ebenso verhält es sich mit der
Traumforschung. Wenn verstanden wird, wie das Träumen abläuft, so kann man beginnen, damit zu arbeiten, um Albträumen und anderen negativen Aspekten vorzubeugen.
Als Kritik an wissenschaftlichen Arbeiten kann gelten, dass übernatürliche Botschaften und energetische Einflüsse von vornherein ausgeschlossen werden. Besonders wenn es ums Träumen geht, spielen diese Faktoren vor allem in einigen Kulturkreisen eine wichtige Rolle. Deshalb existieren immer zwei Standpunkte, die sich zwar nicht zwangsläufig ausschliessen, aber dennoch nicht harmonisch zusammenarbeiten können.
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